Übersicht
Engl. Bezeichnung: West Nile fever
Definition
durch nachaktive Mücken (Culex Arten.) übertragbare Viruserkrankung von Tieren (bes. Vögeln) und Menschen. Das Virusreservoir ist vorwiegend unter Wildvögeln zu finden.
Vorkommen
Afrika, mittlerer Osten (insbes. Ägypten und Israel), Indien, Indonesien, Südfrankreich, USA und Kanada (Süden) - inzwischen auch Europa (Nachweise in Frankreich & Italien)
Inkubation
3 - 12 Tage
Verlauf
grippeähnliche Symptome mit Lymphknotenschwellung, später Exanthem. Gehirn-, sowie Herzmuskelentzündungen sind möglich. Die Krankheit kann unbemerkt und symptomfrei verlaufen. In einem Teil der Fälle kann es zu Polio-ähnlichen Symptomen mit Lähmungserscheinungen kommen.
Diagnostik
Virusnachweis, Immunserologie
Therapie
symptomatisch
Vorsorge
keine Impfmöglichkeit (zumindest momentan noch nicht - siehe Ausblick !), Schutz vor Insektenstichen besonders abends und nachts
Ausblick
In den USA hat das West-Nile-Fieber eine ganz erheblicheBedeutung gewonnen, da es sich vom Central Park in New York ausgehend inzwischen über die gesamten Vereinigten Staaten ausgebreitetet hat. Deswegen und wegen des Polio-ähnlichen Characters dieser Erkrankung wird in den USA intensiv nach einem Impfstoff geforscht, so dass es wahrscheinlich ist, dass in einigen Jahren ein solcher zur Verfügung stehen dürfte.
