Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Übersicht

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit wird durch Viren übertragen und tritt weltweit - vornehmlich in den Sommer- und Herbstmonaten – auf. Hauptsächlich erkranken Säuglinge, Kleinkinder, sowie Kinder bis zum 10. Lebensjahr. Die Infektion erfolgt durch Enteroviren (z.B. einige Coxsackie-Virusarten, sowie Enterovirus Typ 71).
Eine Infektion kann zu Fieber, Hautausschlag, so wie zu Hautbläschen an der Mundschleimhaut, den Händen und Füßen führen. Kinder klagen zu Beginn der Erkrankung häufig über Kopf-, Hals- und/oder Bauchschmerzen. Die Inkubationszeit beträgt 4 – 8 Tage. Meistens bleiben die Infektionen mit den Erregern jedoch unbemerkt, da sie keine Beschwerden verursachen. Im Regelfall tritt nach wenigen Tagen eine Selbstheilung ein. Gelegentlich kann es jedoch zu Ausbrüchen kommen – wie in China Frühjahr 2008, Taiwan (2001, 2000, 1998), Malaysia (1997) – wo eine erhöhte Anzahl an ernsten Erkrankungen auftritt. In extremen Fällen kann das Virus zu Schädigungen des Gehirns (Enzephalitis, Meningitis), der Lunge (Pneumonie) oder des Herzens (Herzmuskelentzündung) führen, so dass die Patienten daran sterben können. Es gibt keine spezifische Therapie gegen diese Viruserkrankung.
Übertragung
Die Krankheit ist hoch ansteckend und wird von Mensch zu Mensch mittels Tröpfcheninfektion, aber auch durch verunreinigte Nahrungsmittel und Trinkwasser (fäkal-oral) übertragen. Die Viren können aber auch durch direkten Kontakt, z.B. zu aufgeplatzten Hautblasen (Kontakt zum Körpersekret) oder dem Stuhl der Erkrankten (Schmierinfektion) übertragen werden.
Schutz
Da es keinen Impfstoff gegen die Krankheit gibt, ist die einzige Vorbeugung bei Ausbrüchen eine Verschärfung der Hygienemaßnahen (Sanitärhygiene und persönliche Hygiene). Reisende sollten auf eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene achten, regelmäßig die Hände waschen und den Kontakt zu größere Menschenansammlungen meiden.



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